Queenstown & Westcoast

 

 

 

 

 

 

 

 

Nächstes Etappenziel unserer Inselrundfahrt war Queenstown im Lakes District der Region Otago. Queenstown liegt malerisch von den Gipfeln der Remarkables umgeben am Ufer des weiten Lake Wakatipu Gletschersees, dem nach dem Lake Tekapo zweitgrössten Binnensee der Südinsel, und ist sowohl ein Mekka für alle erdenklichen "Adrenalin-Aktivitäten" wie Fallschirmspringen, Bungy Jumping etc. als auch ein beliebtes Wintersportzentrum.

Im Ort findet man zahlreiche Restaurants und Kneipen und bei gutem Wetter setzt man sich hier auch gerne mit einem Bierchen ans Seeufer.

 

(Bilder zum Vergrößern bitte jeweils anklicken) 

 

 

 

 

 

Queenstown

 

 

Kiwi Bird







 

Bungy Jumping bei Queenstown

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerne wären wir hier oder im nicht weit entfernten, ebenfalls an einem grossen Gletschersee gelegenen Wanaka noch für einen Tag geblieben, doch zog sich das Wetter leider grossräumig zu, was nicht gerade zum weiteren Verweilen einlud, obgleich die Gegend um beide Orte mit ihren grossen Seen zweifellos sehr schön ist. Es ist schon toll - irgendwie befindet man sich hier fast immer am Wasser bzw. an einem Seeufer. - Klar: NeuSEEland. ;-)

So fuhren wir weiter auf der SH6, passierten Lake Hawea und Lake Wanaka und legten im Mount-Aspiring-Nationalpark bei Makarora einige Zwischenstopps ein. Selbstverständlich kann man auch hier etliche kurze bis mehrtägige Wanderungen unternehmen, doch da wir ja quasi leider nur auf der Durchreise waren, begnügten wir uns mit den kurzen Wegen zu den Blue Pools, Fantail Falls, Thunder Creek Falls und Roaring Billy Falls, welche zu türkisblauen Pools und schönen Wasserfällen führen.

 

 

 

 

Blue Pools Walk

 

 

 

Thunder Creek Falls Walk

 

 

 

Am späten Nachmittag erreichten wir in Haast die Westküste, wo wir über Nacht blieben und unsere erste unliebsame Begegnung mit den an der Westküste leider typischerweise vorkommenden Sandflies hatten.

 


Ship Creek

 

Die 737 m lange, einspurige Haast Bridge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut 150 km nördlich von Haast  befinden sich im Westland Tai Poutini National Park die beiden Gletscher Fox und Franz-Josef, beides grosse touristische Highlights der Westküste, da man nirgendwo sonst auf diesem Breitengrad Gletscher in so geringer Höhe und solcher Nähe zu Regenwald und Meer sehen kann. Dementsprechend waren wir ziemlich gespannt. Leider haben sich beide Gletscher in den vergangenen Jahren rasant zurückgezogen, so dass man fussläufig leider nicht mehr viel von ihnen zu sehen bekommt, zumal man aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen wegen Steinschlags auch gar nicht mehr richtig nahe an sie herankommt.

Das war natürlich schade, insbesondere am Fox Glacier, wo der letzte Aussichtspunkt gar 450 m vom Gletschertor entfernt ist. Auf der Strasse zum Ausgangspunkt der Kurzwanderung zum Aussichtspunkt markieren Schilder ehemalige Gletscherstände, was schon beeindruckend ist - aber natürlich liegt 1750 auch schon eine gute Weile zurück. Am Franz-Josef-Gletscher dokumentiert ein Schild den aktuellen Rückzug des Gletschers.

Die einzige Methode, den Gletscher heutzutage noch hautnah zu erleben, sind Helikopterrundflüge inklusive Landungen auf dem Eis. Das hätten wir von Anfang an wohl lieber machen sollen, anstatt zu Fuss zu gehen, wo man nicht nur wenig sieht, sondern auch noch den ständigen Hubschrauberlärm hinnehmen muss.

 

 

 

Auf der Strasse zum Fox Glacier

Dokumentation des Gletscherrückgangs

Aktuelle Wanderbedingungen (de facto noch  1 Tag zurückliegend)

 

 

Wanderung durch das Gletschertal

 

Vom Gletscher ist von hier aus leider nicht mehr viel zu sehen


 

 

 

 

Nicht weit vom Fox Glacier entfernt befindet sich der Lake Matheson. Hier kann man noch eine schöne Rundwanderung um den See unternehmen und sich am Bergpanorama und dem schönen Farnregenwald erfreuen.

 

 

Auf dem Wanderweg zum Lake Matheson

 

 

 

 

 

Etwa 25 km nördlich vom Fox Glacier Village befindet sich der Franz-Josef Glacier. Auch hier sind Helikopter das Allheilmittel gegen starken Gletscherrückzug, es brummt also nur so den ganzen Tag über am Himmel derweil am Boden Parkplatz und Wanderweg sehr stark frequentiert sind. Dennoch ist der Weg an sich sehr schön, führt er doch auch noch an Wasserfällen vorbei und man sieht immerhin etwas mehr bläulich-weisses Gletschereis als am Fox.

Unser Gletscherfazit: Franz-Josef Glacier zu sehen hätte genügt, am Besten wäre es zweifellos per Hubschrauberflug gewesen, das hätte uns auch einiges an Zeit gespart.

 

 

 

Franz-Josef Glacier

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach den etwas enttäuschenden Gletschererlebnissen fuhren wir weiter nordwärts bis nach Hokitika, wo wir die Nacht verbrachten. Der kleine Ort wirkt sehr angenehm und sympathisch und zu gerne wären wir noch in die gleichnamige Schlucht gefahren, aber die Gletscher hatten uns zu viel Zeit gekostet, so dass dieser Abstecher leider nicht mehr drin war. Da merkt man dann doch auch die Langsamkeit eines hohen und nicht geländetauglichen Campervans, man kann damit nicht einfach mal so Strecke machen, es dauert alles etwas länger.

Nächstes Zwischenziel auf unserer Fahrt an der Westküste waren die Pancake Rocks, einer Felsformation am Meer, die übereinandergestapelten Pfannkuchen ähnelt. Ein sehr schöner, kleiner Rundweg führt an den Felsen sowie einem Blow Hole vorbei und mit etwas Vorstellungskraft kann man in einigen Felsformationen die Abbildung von Tieren oder Menschenköpfen erkennen. Den im Meer badenden Osterhasen haben wir zumindest auf Anhieb entdeckt. ;-)

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiteres Ziel an diesem Tag war das bei Westport gelegene Cape Foulwind mit seiner dort ansässigen Seebärenkolonie, zu welcher man nach einem kurzem Spaziergang gelangt. Da wir als nächstes weiter nach Motueka fahren wollten, war dies dann leider auch schon unser Abschied von der Westküste, für die wir gerne mehr Zeit gehabt hätten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Good-bye Westcoast 

 

 

 

 

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