Spreepark, Plänterwald

& Tempelhofer Feld

 

 

 

Vom ehemaligen Freizeitpark Spreepark hatte ich ursprünglich im Zusammenhang mit dem Film
"Wer ist Hanna?" erfahren und war sofort interessiert.

Von seiner Eröffnung im Jahr 1969 bis zur deutschen Wiedervereinigung war der „VEB Kulturpark“
der einzige ständige Rummelplatz in der damaligen DDR.
Anschließend wurde er als „Spreepark“ von einem privaten Investor weitergeführt,
erweitert und ausgebaut. Aufgrund zurückgehender Besucherzahlen und/oder Misswirtschaft in den 90er Jahren
ging der Park 2001 pleite und verwaiste in der Folgezeit zunehmend und galt seitdem als „Lost Place“ -
mit den üblichen Konsequenzen (Zurückeroberung des Areals durch die Natur, Diebstahl, Vandalismus).

Seit 2014 gehört das Areal wieder dem Land Berlin und soll nun zu einem „Park neuen Typs mit Kunst,
Kultur und Natur“ umgestaltet werden. Bevor dies so weit ist, bietet die für das Gelände
zuständige Grün Berlin GmbH an Wochenenden und Feiertagen noch 90-minütige Führungen an, auf denen man
besichtigen kann, was vom einstigen Vergnügungspark noch übrig ist.

Die Führung kostet lediglich 5,- € p.P. und ist sehr informativ und interessant.
Etwas enttäuschend ist allerdings, das wirklich nicht mehr viel übrig ist, da vieles gestohlen wurde,
Feuer oder Vandalismus zum Opfer gefallen ist. Und das, was noch vorhanden ist, wird dem Besucher
nicht in Gänze gezeigt, so z.B. die einstige Wildwasserbahn, die man lediglich aus einiger Entfernung
erahnen durfte, da sie mittlerweile ziemlich zugewuchert ist.
Das war sehr schade, da hätte man einen auch näher ranlassen können. Auch dass die leider zerstörten
Dinos eingezäunt sind und nur aus der Entfernung betrachtet werden dürfen ist sehr bedauerlich.

So fällt unser Fazit geteilt aus:
Es war schön, mal aus der City herauszukommen und die Führung an sich war gut - mehr aber nicht
und mehr als 5,- € wäre sie auch nicht wert. Mehr Infos zum Spreepark gibt es hier.

 

 

(Bilder zum Vergrößern bitte jeweils anklicken)

 

 

Das 40 m hohe Riesenrad







 

 

Englisches Dorf "Merry Old England"

 

 

 

 

 

Einstiger Bahnhof des "Santa Fe Express"-Zugs



Ruine des Restaurants

 

 

 

Kassenhäuschen am einstigen Haupteingang

Kioske am Haupteingang

 

 

 

Teacup Ride

 

 

 

 

360°-Kino "Cinema 2000"

 

 

 

Achterbahn "Spreeblitz"

 

 

 

 

 

Hier startete einst die "Schwanenfahrt"

 

 

 

Vom Plänterwald fuhren wir zum Flughafen Berlin-Tempelhof, um ein wenig auf dem
einstigen Flugfeld (heute Tempelhofer Feld) zu spazieren, das seit 2010 für die Öffentlichkeit freigegeben ist -
und wo findet man schon mal mitten in der Stadt ein ehemaliges Flughafengelände, das man betreten darf?
Hier tummeln sich seitdem Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer, Skater, dazu kann man picknicken,
Drachen steigen lassen und vielen weiteren Freizeitaktivitäten nachgehen.

Nach Bau und Inbetriebnahme des Flughafen Tegels wurde der Tempelhofer Flughafen 1975
zunächst für den zivilen Luftverkehr geschlossen,1981 jedoch wiedereröffnet.
Sein endgültiges Aus erfuhr er im Jahr 2008, da zwischenzeitlich (1996) der Bau eines
neuen Großflughafens Berlin Brandenburg / BER beschlossen worden war, dessen Geschichte wir alle
nur zu gut kennen und dessen Inbetriebnahme (oder vielleicht besser: Sprengung?) nach wie vor in den Sternen steht.

Vor dem Flughafengebäude auf dem Platz der Luftbrücke steht das an die Berliner Luftbrücke erinnernde Luftbrückendenkmal.
Der gebogene Betonklotz wird im Berliner Volksmund auch Hungerkralle oder Hungerharke genannt -
wer ihn sieht, wird es verstehen. ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die "Hungerharke" ...

... oder Luftbrückendenkmal

 

 

Hier geht's zur Gedenkstätte Berliner Mauer -->

 

 

 

 

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