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Unser südlichstes Ziel war das auf 53 Grad südlicher Breite gelegene
Punta Arenas ("Sandige Spitze").
Die ca. 170.000 Einwohner zählende Hauptstadt der Region
Magallanes y de la Antártica Chilena am vermeintlichen Ende der Welt
liegt direkt an der Magellanstraße und ist die südlichste
Kontinentalstadt der Welt. Manche Quellen schreiben auch von
"der schönsten Stadt Patagoniens". Letzteres mag sein,
uns wurde diese Erkenntnis jedenfalls durch sehr schlechtes
Wetter verwehrt. Es war einfach nur grau, regnerisch, windig und kalt.
Vier Bedingungen, die es einem sehr schwer machen,
eine Stadt zu mögen und als schön zu empfinden.
Hinzu kam noch weiteres Pech: Das Boot, mit dem wir zu den Pinguinen
auf der Insel Magdalena fahren wollten, fuhr nicht.
Ob wetterbedingt oder motortechnisch (es gab zwei Aussagen),
man weiss es nicht - nur war es leider Fakt, dass wir keine Pinguine
sehen würden, was ein Jammer. 
Tja, also viel konnte man nicht machen bzw. das was man machte
war so lala: Keine Aussicht am Aussichtspunkt, keine Sonne,
kein Licht und dann waren hier am Sonntag auch noch fast alle
Läden geschlossen. Interessanterweise gibt es hier unzählige Bänke,
die wir andernorts oftmals vermisst hatten. Aber von denen
konnten wir hier wetterbedingt auch nicht profitieren.
Ein Lichtblick: Ich habe meinen südlichsten Geocache gefunden:
GC8FXYC - Goleta Ancud - Ancud Barquentine (Chile) S 53° 09.823 W 070° 53.756
13.644 km von Zuhause entfernt,
aber nicht mein am weitesten entfernter.

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Auf der Ruta del Fin del Mundo
Plaza de Armas Muñoz Gamero
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Catedral
de Punta Arenas Palacio Sara
Braun / Club de la Unión
Trübe Aussicht
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Costanera
Muelle Prat
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Etwas Farbe im sonstige Grau in Grau
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Monumento A Tripulantes Goleta Ancud (dort
ist auch der Geocache) |
Auch hier zählt mal wieder ein Friedhof zu den
Sehenswürdigkeiten, namentlich der Cementerio Municipal Sara Braun.
Dieser kostet für Touristen auch Eintritt, aber das Büro
war am Sonntag nicht besetzt.
Auch dieser Friedhof beherbergt einige protzige Mausoleen,
aber vor allem viele bunte, liebevoll geschmückte Gräber -
die gefallen mir viel besser als die monumentalen Bauwerke, da sie oftmals
sehr individuell und auf die Person bezogen sind,
Paradebeispiel ist das Fußballfeld.
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Die Bauten der Urnengräber ähneln Wohnhäusern mit kleinen Apartments,
jedes Fensterchen inividuell dekoriert - schön.
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Und dann mussten wir uns leider auch schon wieder auf den Rückweg
nach Buenos Aires machen - also zurück mit dem Auto nach
Punta Arenas, am folgenden Tag über die Grenze und nach El Calafate.
Hier waren wir dann erstmal sehr froh, das Auto ohne einen
Kratzer zurückgeben zu können. Und dann ging es nach Buenos Aires,
wo wir noch einen vollen Tag verbrachten, bevor wir
den Heimflug via Madrid antraten.
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Adiós Patagonia
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Fazit dieser Reise
Diese Reise nach Buenos Aires und Patagonien hat uns sehr gut gefallen –
hätte ruhig noch so weitergehen können!
Diese weiten, einsamen Landschaften im tiefen Süden Südamerikas sind
schon toll, ein bisschen vom Gefühl her vergleichbar mit dem
australischen Outback – aber natürlich wieder völlig anders,
schwer zu beschreiben. Dazu die Bergpanoramen der südlichen Anden
mit ihren türkisfarbenen Seen und den beeindruckenden Gletschern – traumhaft.
Ja, die Weiten, die Gletscher und die Seen, das sind schon wirkliche
Highlights. Das Ganze „garniert“ mit Guanakos, Nandus und dem Fuchs,
dem wir begegneten - wunderbar. Nicht zu vergessen das Milodón. ;-)
Leider keine Pinguine, aber das war halt Wetter-Pech.
Buenos Aires zu sehen war ebenfalls sehr interessant.
Auch wenn es keine Top-Highlights und nicht super viele
Sehenswürdigkeiten gibt, schlenderten wir sehr gerne durch diese
lebendige Stadt und freuten uns, sie kennenzulernen.
Die Unterkünfte hatten wir alle über booking gebucht und wir waren
bis auf eine Ausnahme sehr zufrieden.
Die Menschen waren durchweg nett, freundlich und hilfsbereit,
wenn auch die Verständigung oft nicht einfach war, da wir nur ein
paar Brocken Spanisch können und umgekehrt die meisten Menschen,
denen wir begegneten, kein Englisch sprachen.
Aber fürs Nötigste kommt man immer durch und eine Übersetzungs-
App ist auch sehr hilfreich.
Das mit dem Pehoe Campingplatz im Torres del Paine Nationalpark war halt
sehr schade – nicht nur, weil ich die Übernachtungen dort an sich
schon als Highlight gesehen hätte, sondern auch, weil wir
dadurch nicht mehr die Bootstour zum Grey Gletscher machen konnten.
Aber wer weiß, vielleicht war es auch besser so, es hat schon so
einiges dagegen gesprochen, dass das Camping im Park
eine gute Idee gewesen wäre. So sind wir also froh über das, was wir
sehen durften und das war ja schon eine ganze Menge!
Die Airline Air Europa können wir allerdings nicht empfehlen,
auch wenn trotz recht kurzem Transfer in Madrid alles geklappt
hat und kein Gepäck verschlampt wurde.
Aber die Sitzabstände in der Economy sind viel zu kurz, d.h.
die Monitore kann man sich sparen,denn man hat sie viel zu nah
vor den Augen. Abgesehen davon ist die Film- und Serienauswahl sehr
bescheiden und veraltet. Essen & Trinken ist auch nichts:
Man bekommt einmal was zu
essen (nicht sehr viel), dann dauert das Abräumen ewig und anschließend
ist das Personal verschwunden. Von einem zweiten Gläschen Wein
kann man nur träumen - falls man denn schlafen kann.
Auch die Gänge sind viel zu schmal, nicht nur Passagiere mit größerem
Gepäck hatten ihre Schwierigkeiten. Man wird am Gangplatz ständig
angerempelt, v.a. auch von den Stewardessen, die wahrscheinlich
überall blaue Flecken haben von ihrer rücksichtslosen Gehweise.
Es ist halt immer das Problem mit Flügen nach Mittel- und Südamerika,
eine halbwegs gute Airline in Verbindung mit akzeptablem Preis
und guter Verbindung zu finden – und möglichst nicht über die usa!!!
Unterm Strich: Sehr empfehlenswert und gerne wieder –
wenn es nur nicht so weit wäre …
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