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   Bonn: Beethoven,

     Goldbären und mehr   

 

„Willkommen in Bonn. Köln-Bonn!“ (<-- Hörprobe zum anklicken)



Mit diesen Worten begrüßt die Lautsprecheransage am
Flughafen CGN ankommende Passagiere in bester James Bond-Manier
mit der Stimme des deutschen Synchronsprechers von Pierce Brosnan.
Und da Bonn ja ansonsten immer etwas im Schatten des
benachbarten Köln steht, möchte ich die Stadt und ihr Umland
hier mal etwas näher vorstellen und für einen Besuch
empfehlen, denn es gibt hier schon einige schöne Ecken:

Zum Beispiel die gut 30 km lange, nahezu völlig vom
Autoverkehr befreite Uferpromenade zu beiden Seiten des
Rheins, den großen Rheinauenpark, die Südstadt mit
ihren schicken Gründerzeit-Häusern oder die Altstadt
mit ihren vielen, kleinen Kneipen und einer
wunderschönen jährlichen Kirschblüte.
Dazu gibt es ca. 30 Museen und Ausstellungshäuser,
z.B. das Haus der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland (Eintritt frei)
und die Bundeskunsthalle an der „Museumsmeile“.

Viele kennen Bonn noch als einstigen Regierungssitz,
womit aber Ende der 1990er Schluss war und Parlament
und Regierung größtenteils wieder nach Berlin abzogen.
Dennoch gibt es in der so genannten „Bundesstadt Bonn“
heute noch ein paar Bundesministerien, darüber
hinaus ist sie Sitz mehrerer UN-Organisationen, was
das bunte, internationale Flair weiter bereichert hat.
Bonn ist mit rund 200 verschiedenen Studienfächern
und -abschlüssen auch eine beliebte Universitätsstadt,
die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
hat aktuell ca. 38.000 Studierende.
Auch mich hat es damals zum Studium nach Bonn
verschlagen und ja – der Rhein, die rheinische
Mentalität (offen, direkt, herzlich) und das
milde Klima des Rheinlands sind schon
ein paar Gründe, um hier auch länger hängenzubleiben.

 

   
   

                 

Wann sollte man Bonn besuchen?

Klar, ein Besuch im Frühling oder Sommer ist schon am Schönsten,
wenn man in einem Biergarten am Rhein sitzen kann oder
auf der Hofgartenwiese, am Alten Zoll, in den Rheinauen, etc.
Aber in einer Stadt lässt sich ja zu jeder Jahreszeit
etwas entdecken und erleben, darum möchte ich hier
einige regelmäßig stattfindende Events nennen,
die evtl. eine Entscheidungshilfe sein können:

Karneval: Rathauserstürmung der Beueler Waschweiber (Weiberfastnacht),
Rosenmontagszoch und Feiern in der Altstadt
Kirschblüte in der Altstadt, ca. 10 Tage Mitte April
Großer Rheinauenflohmarkt (April - Oktober an jedem 3. Samstag im Monat)
Rhein in Flammen: Musik & Feuerwerk am ersten Mai-Wochenende
KUNST!RASEN: Open-Air-Konzertreihe, jew. Mitte juli - Ende August
Beethovenfest:
mehrwöchiges Musikfestival im August/September
Weihnachtsmarkt:
jew. vorletztes November-WE bis 23.12.

 

   
          

           

Aber so viel wollte ich im Vorfeld eigentlich gar nicht schreiben …
Darum geht’s jetzt schnell auf City Tour
für einen ersten Überblick und wir starten einfach mal
zur Stärkung auf dem zentralen Marktplatz.

Hier findet montags bis samstags ein sehr guter Markt statt
mit allem, was man gerne frisch auf den Tisch oder die Hand bekommt.
Die benachbarte Bornheimer Gegend ist durch die Kombination
fruchtbarer Lößböden und mildem Klima ein hervorragendes
Gemüseanbaugebiet, besonders geschätzt wird
der köstliche Bornheimer Spargel (mmmmh!!!).

An einigen angrenzenden Ess-Ständen reicht die Angebotspalette
von Fritten über Currywurst, Burger, Fischbrötchen und
indischem Essen bis hin zu vegetarischen und veganen Gerichten.
Ein Tipp für Eis-Liebhaber: Auch wenn das „Eis-Labor“
(jeweils in Altstadt und City vertreten) im Netz stark gehypt wird,
uns schmeckt das Eis bei„Solo qui“ am Marktplatz besser!

Am Marktplatz steht auch das ab 1737 im Rokoko-Stil
erbaute Alte Rathaus. Etwas kitschig sieht’s schon aus,
aber ich mag’s trotzdem und bei Heiratswilligen
ist es natürlich sehr beliebt.

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!

 

   
    
   
    

 

Unweit des Rathauses befindet sich die ehemalige Hauptresidenz
der Kölner Kurfürsten, das Kurfürstliche Schloss – heute das
Hauptgebäude der Bonner Universität.
Wer auf dem kurzen Weg Durst verspürt – in der Kultkneipe
„Zebulon“ wird Abhilfe geschaffen.
Mit der vorgelagerten Hofgartenwiese hat das Uni-Hauptgebäude
auch einen sehr schönen Campus, der von hohen,
im Sommer wohltuenden Schatten spendenden Kastanien
eingesäumt wird. Die Wiese wird auch für universitäre
und andere Großveranstaltungen genutzt.

 

   
  
  
 
   
  
  
 

 

Wo ist denn nun eigentlich der Rhein??
Nur Geduld, er ist schon ganz nah, und zwar vom Hofgarten aus am Alten Zoll,
einem der besten Orte in der City an einem sonnigen Tag oder Abend:
Hier ist nämlich unser Lieblingsbiergarten mit wunderschönem Rheinblick.
Davor befindet sich ein kleiner Sandplatz, der gerne von
Boules-Spielern, hin und wieder auch für Musikveranstaltungen genutzt wird.
Die davor befindliche Wiese verwandelt sich an heißen Sommertagen
und -abenden in einen gemütlichen Picknick- und Grillplatz,
der v.a. gerne von Studenten besucht wird.
Hier ruhen wir uns jetzt definitiv mal aus, auch wenn wir
noch nicht weit gekommen sind, und genießen
ein Kaltgetränk und den
schönen Blick auf den Rhein - Prost!
Hier legen auch die Personenschiffe an,
u.a. auch die Moby Dick.

 

   
     Alter Zoll mit Biergarten und Kanone

   
  Schattiges Plätzchen im Biergarten mit Rheinblick
 
   
                                                                                                                                         Die Moby Dick ♥
   
 

 

Nach dem Bierchen am Rhein wanken wir zurück in die City
und gelangen irgendwie auf den Münsterplatz, wo wir vielleicht
besser von Anfang an hätten starten sollen, denn
diese Route ist nicht gerade logisch, aber egal.
Der Münsterplatz ist ein weiterer der insgesamt drei großen
Plätze in der Fußgängerzone. In seiner Mitte steht
unübersehbar ein Beethoven-Denkmal zu Ehren des
berühmten Sohnes der Stadt. An ihm führt in der City
praktisch kein Weg vorbei, er ist hier einfach allgegenwärtig.

 

   
  Bonner Münsterplatz mit Beethoven, Weihnachtsmarkt ...

      
                                                                                                                                    ... und im Beethovenjahr

      
  Hier wird ein Geocache von Beethoven bewacht

 

An der SW-Seite des Platzes befindet sich gleichfalls unübersehbar eine Basilika mit fünf markanten Türmen, das fast 1000 Jahre alte Bonner Münster. Hier rollen auch schon mal Köpfe - zumindest die von Cassius und Florentius, zwei römischen Soldaten. In seinem Innern befindet sich noch ein hübscher Kreuzgang.

 

   

  
 
   
  
  
 

 

Das 1920 in Bonn gegründete Süßwarenunternehmen Haribo
(Ha-Ri-Bo = Hans Riegel Bonn) und die Stadt Bonn
sollten eigentlich unzertrennlich miteinander verbunden sein,
schon wegen des Namens. Aber leider war in der Stadt
keine weitere Firmenexpansion möglich und so verlegte
Haribo 2018 seinen neuen Firmensitz in die 25 km
entfernte Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz.

Tja, und somit ist Bonn seitdem auch keine Goldbären-Hauptstadt mehr.
Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor den großen Haribo-Werksverkauf
in Bonn Bad Godesberg sowie einen zentral gelegenen Ableger
in der Fußgängerzone unweit des Hauptbahnhofs.
Wir schauen hier auch immer wieder gerne vorbei,
die Sortenvielfalt ist enorm (lecker)!

 

   
                                                                                                                                          
  
 

 

Um diese City-Tour geografisch gesehen vollends zu verwirren:
Bonn hat auch sein eigenes Bier, dat Bönnsch.
Bönnsch ist ein obergäriges Bier, das im Unterschied
zum Kölsch trüb und stärker behopft ist - und auch besser schmeckt! *LOL*
Trinken kann man es aus speziellen Bönnsch-Gläsern
im gleichnamigen Brauhaus in der Innenstadt,
nahe des Stadthauses auf dem Weg in die Altstadt.
Aber ein Weizen schmeckt auch ... :-D

 

     
Brauhaus Bönnsch und Restaurants am Friedensplatz
  
 
     

Die prachtvolle, mit Kastanien bepflanzte, 1 km lange Poppelsdorfer Allee
(kurz „Popp-Allee“ genannt) verbindet das Kurfürstliche Schloss
(also das Uni-Hauptgebäude) mit dem Poppelsdorfer Schloss (man ahnt es
schon … – dat „Popp-Schloss“), das in der ersten Hälfte
des 18. Jahrhunderts als Erholungsort für die Kurfürsten erbaut wurde.
Am Poppelsdorfer Schloss befindet sich auch der
botanische Garten der Universität Bonn.

Im benachbarten Areal von Meckenheimer Alle, Nussallee und
Katzenburgweg befinden sich zahlreiche naturwissenschaftliche Institute
der Universität Bonn. Folgt man der Meckenheimer Allee noch ein Stück
weit, findet man im Poppelsdorfer Zentrum eine sehr gute Auswahl
an Restaurants mit Gerichten aus aller Welt.

 

     
Poppeldsorfer Allee 
     
                              Poppelsdorfer Schloss
     
Botanischer Garten
   
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