Unsere Reisen     Home

  Bonn: Beethoven, Goldbären

und mehr - Teil 2

 




Wir beamen uns wieder zurück in die City und mitten hinein
in die Bonner Altstadt, und das aus gutem Grund:
Jedes Jahr gegen Mitte April verwandeln sich hier einige
Straßenzüge für 10-14 Tage in einen Traum in Rosa -
Die Kirschblüte macht’s möglich!

Zu verdanken ist dies der japanischen Blütenkirsche Prunus
serrulata, die Mitte der 80er Jahre entlang einiger
Altstadtstraßen gepflanzt wurde.
So stehen in der Heerstraße und in der Breite Straße
jeweils etwa 60 Japanische Nelkenkirschen der Sorte
„Kanzan“, die durch ihre besonders üppigen und in
kräftigem Rosa leuchtenden Blüten bekannt ist.
Insgesamt stehen in der Altstadt ca. 300 Kirschbäume.

Das Blütenmeer vor malerischer Altstadtkulisse wurde
im Lauf der Jahre und steigendem Bekanntheitsgrad
(zuletzt immens beschleunigt durch Social-Media-Hype)
immer mehr zum Besuchermagneten, v.a. für japanische
Besucher, denen die Kirschblüte ja traditionell
etwas Besonderes ist. Am trubeligsten wird es,
wenn dann auch noch das offizielle Kirschblütenfest
in der Altstadt stattfindet. Aber auch an Wochenenden
ohne Fest wird es sehr, sehr voll und jeder
Besucher geht, steht und fotografiert natürlich
mitten auf der Straße, von denen etliche inzwischen
dann auch für den Autoverkehr gesperrt werden, was
bei einigen Autofahrern und Anwohnern nicht gut ankam.

Die Altstadt ist aber auch ohne Kirschblüte schön
mit ihren alten Häusern, gepflasterten Einbahnstraßen und
nicht zuletzt den vielen kleinen Kneipen, z.B. Kultkneipen
wie dem "Pawlow", der "Zone", dem "Bla" oder dem "Namenlos".
An Weiberfastnacht und nach dem Rosenmontagszoch
geht hier die Party bis ultimo weiter.

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!

   
    
   
    
   
    
     
          

           

Für die Bundesgartenschau 1979 wurden die Rheinwiesen und
landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich des
damaligen Regierungsviertels in einen 160 ha großen Park
umgestaltet, die Rheinaue. Seitdem ist sie beliebtes
Naherholungsgebiet und wird für verschiedene
Großveranstaltungen genutzt.
Hier kann man wunderbar spazieren gehen, laufen,
radeln, skaten oder einfach im Gras sitzen, grillen, relaxen.
In die Rheinaue gelangt man am schnellsten mit der
U-Bahn-Linie 66 ab Bonn Hbf oder Uni/Markt.
Wer mehr bis viel Zeit hat, kann auch auf der schönen
Rheinuferpromenade dorthin gelangen –
zu Fuß, radelnd, skatend oder wie auch immer,
Autoverkehr gibt es da jedenfalls nicht.

 

   
 Weitläufige Wiesen und Japanischer Garten
  
 
   
    Japanischer Garten, Enten & Nutria + Langer Eugen
   
    Nutria, Mammutbaum und Schäfchen mit Siebengebirgsblick

     


Nun geht es raus ins Bonner Umland, und zwar gar nicht weit zu
Siebengebirge, Drachenfels und Drachenburg.

Auf einigen der vorherigen Bilder vom Rhein waren sie
bereits im Hintergrund zu erkennen:
Das Siebengebirge und der Drachenfels,
die sich etwas südlich der Stadt Bonn zwischen Bad Honnef
und Königswinter befinden.

Auf dem Weg dorthin legen wir aber noch einen
Zwischenstopp in Bonn-Oberkassel ein.
Hier erhebt sich mit dem Ennert der nördlichste Ausläufer
des Siebengebirges. Markantester Punkt hier ist die
180 m hohe Rabenlay mit ihrer spektakulären Abbruchkante
eines ehemaligen Basaltsteinbruchs und dem dort
errichteten Aussichtspunkt mit Mini-Skywalk.
Dieser ragt rund 9 m über die Abbruchkante hinaus
und bietet einen weiten Panoramablick über
Rheintal, Bonn, Eifel und Siebengebirge.

 

     
    
   
    

 

Nun aber weiter zum Siebengebirge und zum Drachenfels!

Geologisch gesehen ist das Siebengebirge vulkanischen
Ursprungs und der Drachenfels ist eine so genannte Quellkuppe,
d.h. durch aufsteigendes Magma entstanden.

Im Mittelalter wurde hier Trachyt abgebaut und u.a. zum Bau
des Kölner Doms verwendet. Obwohl lediglich 321 m hoch
genießt der Drachenfels mit seiner kleinen Burgruine große
Beliebtheit, v.a. unter Tagestouristen aus den Niederlanden,
weswegen er hier auch „höchster Berg Hollands“ genannt wird.
Erbaut wurde die einstige Burg von 1138 bis 1167 von einem
Kölner Erzbischof, um die südliche Absicherung des Kölner
Gebiets zu gewährleisten. Während des Dreißigjährigen
Kriegs wurde die Burg nahezu vollständig zerstört
und nicht wieder aufgebaut.

Der traditionelle Aufstieg zum Drachenfels mit der
schönsten Aussicht ist der „Eselsweg“, der
vermutlich schon von den Römern benutzt wurde.
Kinder können hier auf Eseln den
steilen Weg zum Gipfel hinaufreiten.

 

   
  Esel als Reittiere am Drachenfels, beliebt damals und heute ...
  
 

 

Das Schloss Drachenburg wurde von 1882 bis 1884 als Privatvilla
im Stil des so genannten „Historismus“ erbaut und in diesem Sinne mit
zahlreichen Türmchen, Zinnen und Erkern verziert.
Nach einer bewegten Geschichte, die fast in einem Abriss
gegipfelt hätte, gehört das Schloss heute der Nordrhein-
Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege
und ist gegen Eintritt (10,- €) für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wegen seiner märchenhaften Architektur ist das Schloss auch
eine beliebter Drehort, u.a. für die TV-Serie "Babylon Berlin".

 

   
 

 

Alternative Aufstiegswege auf den Drachenfels führen durch das
schöne Nachtigallental oder mit einem Linksschlenker vorbei am
verlassenen Burghof, einem schönen "Lost Place" mit Mammutbaum (Sequoia):

 

   

 

Weiter geht's den Drachenfels hinauf ...
Die 1883 in Königswinter eröffnete Drachenfelsbahn ist
die älteste Zahnradbahn Deutschlands.
Mit ihr kann man bequem zur Drachenburg und zum
Gipfel des Drachenfels gelangen – man ist dann als
Erwachsener allerdings auch stolze 12,- € für die
einfache Fahrt los, hin und zurück zahlt man
14,- €., was ich für extrem überteuert halte.

Oben gibt es unterhalb der Ruine eine neu gestaltete
Aussichtsplattform und einen Gastronomiebetrieb,
der preislich auch eher höher angesiedelt ist.
Also ich würde auf den Drachenfels eigentlich nur
mit eigenen Getränken hochgehen, außer es ist
einem grad mal egal und man möchte
unbedingt oben etwas trinken.

Immerhin - die Aussicht ist kostenlos und bei
guter Sicht kann man von hier oben aus auch den
Kölner Dom erkennen. Aber auch so sind die
Ausblicke auf Rhein und Umland sehr schön.
Von der Ruine ist leider nicht viel übrig.

 

   
  
   
  Leider nur noch Bilder bei diesigem Wetter gefunden ...
   
  Dramatischer Sonnenaufgang mit Siebengebirge

 

Am Fuß des Drachenfels liegt die Stadt Königswinter.
Hier kann man entspannt am Rheinufer oder in der
kleinen Fußgängerzone bummeln, dazu gibt es noch
ein „Sea Life“ zu besuchen.
Königswinter ist mit Drachenfels und Siebengebirge
ein beliebterTourismusort und bedeutender
Naherholungsraum für die Region Bonn/Rhein-Sieg.
Demgemäß ist hier alles auf Ausflügler und
Touristen ausgerichtet. An Wochenenden kann hier
das Parken schon mal zum Problem werden.

 

   

     
top 
       

Weiter geht's durch Bonn & Umland -->


  
Weitere schöne Ausflugsziele      Unsere Reisen      Home


Impressum & Datenschutzerklärung