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Kribi |
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Fahrt von Buéa nach Kribi
Wir brachen tatsächlich überpünktlich kurz vor Sonnenaufgang in Buéa auf,
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Kribi
Das Städtchen Kribi an sich ist vergleichsweise nett und angenehm,
man kann es teilweise sogar als hübsch bezeichnen, hat es doch
am westlichen Ortseingang einen langen, parkähnlichen Grünstreifen
mit schattenspendenden Bäumen direkt am Strand, der auch
augenscheinlich sauber gehalten und gepflegt wird.
Dazu gibt es u.a. einen Markt, ein paar kleine Supermärkte und
Banken, zwei Kirchen, einen Leuchtturm und nicht zuletzt einen
kleinen Fischereihafen in einer geschützten Bucht in der Mündung
des Flusses Kienké. Hier gibt es täglich fangfrischen Fisch
und anderes Meeresgetier, das in den benachbarten, einfachen
Open-Air-Restaurants direkt verzehrt werden kann.
Der Name „Kribi“ soll sich von dem Wort kiridi herleiten,
was so viel bedeutet wie „kleine Menschen“, und sich damit
auf die ursprünglichen Einwohner dieser Region bezieht,
die so genannten „Pygmäen“-Völker.
Der einst als Ansiedlung deutscher Kaufleute entstandene Ort
mit dem netten Namen, der uns an das thailändische Krabi erinnert,
entwickelte sich während der deutschen Kolonialzeit zu einem
administrativen und wirtschaftlichen Zentrum und war schon bald
Hauptausfuhrhafen für Kautschuk und Elfenbein aus dem Hinterland
der Batanga-Küste. Auch heute ist der Hafen noch von
wirtschaftlicher Bedeutung für den Export von Holz und Kakao
aus dem Binnenland Südkameruns.
Die Kleinstadt hat heute (2026) ca. 96.000 Einwohner und ist neben
Limbé am Mt. Cameroon das touristische Zentrum des Landes
für alle, die ein paar erholsame Tage am Strand verbringen möchten.
„Touristisch“ mag hier etwas irreführend wirken, denn de facto
trafen wir auch hier kaum „richtige“ Touristen an.
Wie überall im Land waren nahezu sämtliche Weiße, denen wir begegneten,
so genannte „expats“, die für eine begrenzte Zeit im Land leben
und arbeiten und eben auch gerne mal ein paar Tage Urlaub machen.
Wir trafen aber auch einige wohlhabende Kameruner an,
die ihr freies Wochenende am Meer genossen.
(Bilder zum Vergrößern jeweils anklicken)
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Kirchen in Kribi |
Beste Wünsche zum Jahresende |
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Nester von Webervögeln |
Fischereihafen und überdachte Restaurants |
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Der Leuchtturm |
Ausblick von unserem Balkon im Coco Beach Hotel |
Abendstimmung |
Am folgenden Tag, Heiligabend, sind wir schliesslich ins Hotel Ilomba gefahren,
wo wir wegen der Weihnachtsfeiertage schon lange im Voraus übers Internet
ein Zimmer vorgebucht hatten. Zum Glück, denn das Hotel war ausgebucht,
wie man schon an anhand der stattlichen Anzahl der davor geparkten SUVs erahnen
konnte. So war mit unserer Ankunft zumindest für zwei Hotelgäste der
Heiligabend gelaufen, die wohl darauf gehofft hatten, wir würden evtl. doch
nicht kommen. Jedenfalls fehlte später auf dem Parkplatz ein besonders fetter
SUV mit „CD“-Kennzeichen. – Hehe, ich will ja nicht schadenfroh sein und
schon gar nicht an Weihnachten, aber die meisten weißen SUV-Fahrer in Kamerun
wirken nunmal leider nicht gerade sympathisch,
sondern ziemlich unnahbar und überheblich.
ährend wir zunächst noch darauf warteten, dass das Zimmer für uns
hergerichtet wurde – schön gemütlich auf gepolsterten Rattanstühlen
unter einem Strohdach direkt am Strand – zuckte ich plötzlich zusammen,
da sich kurz zuvor schräg hinter mir etwas im Sand bewegt hatte.
Wie sich herausstellte war es eine kleine, grüne Schlange gewesen, huuu …
Die hatte sich aber ebenfalls erschreckt und floh in einen
benachbarten Busch. Ein Franzose hatte dies jedoch ebenfalls bemerkt
und direkt weiter erzählt. Im Nu gab es einen Menschenauflauf rund um
den Busch, womit das Ende der Schlange besiegelt war:
Einer der Wächter der Anlage erledigte sie mit seinem Knüppel.
Hm, nun ja … Ich finde eine Schlange neben mir ja auch nicht
gerade toll, aber sie war ja nun wirklich sehr klein gewesen. :-(
Aber die Lage des Hotel Ilomba ist wahrlich traumhaft:
Direkt am langen Sandstrand einer sanft geschwungenen Bucht,
welchen es sich mit lediglich noch einem weiteren Hotel teilt.
Die Anlage ist sehr liebevoll und durchdacht konzipiert und
realisiert worden: Rezeption und eine Bar in einem großen Rundhaus
aus Stein und Holz direkt am Meer mit Sitzgelegenheiten außen und
innen; eine weitere kleine Strandbar, die auch Snacks anbietet,
etwa 50 m weiter am Strand, dazwischen bequeme Strandliegen sowie
zwei kleine Tische mit Stühlen unter kleinen Strohdächern.
Auf der anderen Seite der Rezeption/Bar befindet sich ein kleiner
Kinderspielplatz, auf dem auch die Kinder der Angestellten zum
spielen kommen. Jenseits des Strandes befinden sich schließlich
in einem tropischen Garten die Zimmer (Stein-Boukarous) sowie das
Restaurant. Die Zimmer sind sehr schön und geräumig und ihren
stolzen Preis von umgerechnet 60,- € pro Nacht (2012!) wert.
Klar, in SO-Asien wäre solch ein Zimmer für weniger als die Hälfte
zu haben, aber T.I.A. - this is Africa.
Im Hotel Ilomba ist übrigens jedes Boukarou nach einem
heimischen Baum benannt - wie das Hotel selbst auch.
Unseres hiess „Doussie“ (lat. afzelia spec.).
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Strand am Hotel Ilomba |
Agame im Sand |
Blick auf Rezeption/Bar und Spielplatz
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Strandidylle |
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Wandert man in südlicher Richtung am Strand entlang in
die nächst gelegene Bucht, ist man überrascht, dort
Wasserfälle anzutreffen, die direkt ins Meer fallen:
Die Fälle des Flusses Lobé.
Sie sind natürlich nichts Großes, Spektakuläres -
aber hübsch sehen sie schon aus und
häufig sieht man das ja auch nicht gerade,
dass Wasserfälle direkt ins Meer münden!
Gleich nebenan gibt es zwei einfachere Restaurants,
die Meeresgetier und Flusskrebse anbieten.
Am Strand liegen einfache Fischerboote aus Holz,
die auch kurze Fahrten entlang des Strandes
und der Fälle anbieten.
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Lobé Wasserfälle |
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Fischer am Strand
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Hier haben wir uns jedenfalls ein paar wunderschöne Erholungstage gegönnt,
wie es am Ende einer Reise und überhaupt am Ende eines Jahres so schön ist.
Strand & Meer sind wunderbar, auch wenn das Wasser morgens noch
etwas kühl war und es wegen der Wellen und des gelben Sandes recht
trüb aussah. Wir haben das tägliche Schwimmen, Baden und Planschen jedenfalls
sehr genossen. Meist wehte eine angenehme, leichte Brise, die stets etliche
Wolken und Wellen mit sich brachte, farblich postkartentauglich waren
Himmel und Meer eigentlich nie. Aber heiss genug, um tagsüber tunlichst
den Schatten aufzusuchen, war es immer. An einem Tag hatten wir dann
auch mal so richtige „Spaßwellen“, die genau dich richtige Größe hatten,
um ein bißchen im Meer herumzutoben. :-)
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