|
Weiter ging's gen Süden, nach Puerto Natales und damit nach Chile,
bis kurz vor der Grenze auf der Ruta 40, insgesamt 354 km.
Wir waren sehr gespannt auf die Landschaften unterwegs und natürlich
auch auf die Grenze, denn es ist ja nicht dasselbe, als würde man innerhalb
der EU eine Landesgrenze mit einem Mietwagen passieren.
Man muss den Grenzübertritt natürlich vorher beim Autovermieter
anmelden und bezahlen, es gibt Dokumente, die vorgezeigt werden müssen,
eines muss bei jeder Ein- und Ausreise auch gestempelt werden.
Und auf keinen Fall darf man irgendwelche frische Nahrungsprodukte bei
sich führen (Obst, Gemüse, Fleisch etc.), darum sollte man sich auf
jeden Fall vorher schlau machen, denn es könnte streng kontrolliert werden.
Die Fahrt war toll - weite Landschaften, viele Guankaos,
etliche Nandus und sogar einen Geocache gab es
an einem Mirador zu finden.
Eine Pause kann man in der "Siedlung" La Esperanza einlegen, wo man
tanken, essen & trinken und übernachten kann. Kurz vor der Grenze führt
die Straße tatsächlich noch durch eine kleine Stadt namens Rio Turbio.
Wie man schon vor dem Ort sehen kann, wird hier Kohle abgebaut. Schön
ist natürlich anders, immerhin liegt die Stadt außer Sichtweise der
Landschaftsverschandelung. Bis zum Grenzübergang Dorotea waren es dann
nur noch wenige Kilometer. Die Grenzformalitäten waren zum Glück recht
flott erledigt und nicht weit von der Grenze befand sich auch schon
unser Ziel.

|
|
Die kleine Hafenstadt Puerto Natales ist vor allem Ausgangspunkt
für den Nationalpark Torres del Paine.
Aber auch davon abgesehen macht das Städtchen am Ufer des Fjords Ultima Esperanza einen sehr angenehmen und
netten Eindruck. Begrüßt wird man am Seeufer von der Statue eines Urzeitwesens,
dem Mylodon, dem Ur-Faultier (hierzu später mehr).
Hier lief unsere Planung leider nicht wie erhofft:
Wir hatten eigentlich für drei Nächte im Torres del Paine auf einem
Campingplatz übernachten wollen ("Pehoe Camping"). Durch Zufall hatten
wir uns einige Tage vorher die neuesten Bewertungen auf google maps
durchgelesen - und waren entsetzt. Ich will es jetzt nicht wiedergeben,
aber das ging gar nicht und wir cancelten schweren Herzens die
Reservierung. :-( Nun blieb uns nichts weiter übrig, als länger in Puerto
Natales zu nächtigen als geplant, was bedeutete, dass wir für den Torres
del Paine auch einen gut 100 km langen Anfahrtsweg hatten ... Und
eigentlich hatten wir ihn vorab für 4 Tage gebucht, das war
jetzt natürlich auch Quatsch. Also alles sub-optimal, aber es ließ
sich nicht ändern.
Hier jetzt aber erstmal ein paar Eindrücke zu Puerto Natales,
wo es uns sehr gut gefallen hat:
|