Costa Rica

 

 

 

"Pura Vida" zwischen den Meeren

 

Christoph Kolumbus lag nicht falsch als er Costa Rica seinen Namen gab (span.: „Reiche Küste“),
auch wenn sich die Spanier unter "Reichtümern" damals wohl eher etwas anderes vorgestellt hatten
als von Palmen gesäumte Sandstrände, Vulkane und Berge, Regen- und Nebelwälder sowie eine überaus
artenreiche Flora und Fauna mit zahlreichen Orchideen, mächtigen Regenwaldbäumen,
knuddeligen Faultieren, farbenfrohen Vögeln und Schmetterlingen, bunten Fröschen,
lauten Brüllaffen, u.v.m.

Doch genau diese natürlichen Ressourcen sind heute von großer Bedeutung für das mittelamerikanische
Land, das zwar flächenmäßig gerade mal etwas größer als Niedersachsen ist, aber dennoch zu den
vielfältigsten Naturparadiesen der Erde zählt.  Denn dass sich Naturschutz und materieller
Wohlstand nicht zwangsläufig ausschließen müssen, wurde hier bereits in den 70er Jahren erkannt
und so steht bis dato ein gutes Viertel der Landesfläche in Form von Nationalparks und
Reservaten unter Naturschutz, darunter auch einige Primärwaldgebiete.

Weitere Sympathiepunkte: Costa Rica hat keine Armee und die freundlichen Ticos, wie sich die
Bewohner selbst nennen, leben ganz gemäß ihrem Motto
Pura Vida!" eine
erstrebenswerte Form der Zufriedenheit und Lebensfreude vor.

 

 

 

Ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt: Faultiere.

Sie sind meine Lieblingstiere, und ja: Sie sind mega knuddelig anzusehen.
Aber bitte, bitte: Nicht anfassen,
geschweige denn sie irgendwo auf der Welt in den Arm nehmen und dabei meinen,
sie fänden das toll, nur weil ihre Gesichter oftmals den Anschein erwecken, sie würden lächeln.
Das tun sie nicht.
Sie haben keine Gesichts-Mimik. Und: Sie sind Wildtiere!
Sie klammern sich nur an einen Menschen, weil das ihr Kletter-Reflex ist.
Nicht aus Sympathie oder Wohlbefinden! - Im Gegenteil:
Das stresst sie enorm, sie können sich nur nicht für uns mitteilen.

Faultiere sterben oft grausame Tode infolge des Einflusses des Menschen:
Zum Beispiel durch Stromschlag an Stromkabeln, durch streunende Hunde,
Autos oder durch die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums.
Viele werden leider auch einfach vom Baum "gepflückt" und unter schrecklichen
Bedingungen ins Ausland verschifft, um sorglose Menschen zu bespaßen.
Über 90% der so transportierten Tiere sterben bereits unterwegs einen qualvollen
Tod, da sie sehr empfindlich auf zu niedrige Temperaturen und auf falsche
Nahrung reagiern. Es zerreisst mir immer wieder das Herz, darüber zu lesen
oder entsprechende Bilder zu sehen. Sehr, sehr traurig.

In Costa Rica gibt es zwei gemeinnützige Organisationen, die sich
um den Erhalt der Faultiere und ihres Habitats kümmern, z.B. halbtote Faultiere unter
teilweise enormem Aufwand wieder aufpäppeln, Wald aufforsten, mit
Energieversorgern zusammenarbeiten und versuchen zu verhindern, dass Faultiere
aus der Wildnis entführt und in andere Länder transportiert werden können,
was für die meisten den Tod bedeutet.
Besagte Organisationen freuen sich sehr über Spenden und Unterstützung,
die Faultiere ebenso:


The Sloth Institute (TSI)

The Sloth Conservation Foundation (SloCo) und Gründerin Dr Rebecca Cliffe aka becky-sloth

Oder klicke hier auf ihr Logo bzw. Profil, folge ihnen auf Instagram,
lies und verbreite ihre Informationen:

       

Faultiere umarmen - Bitte nur so:

       

 

 

Jetzt aber zur eigentlichen Reise und dem Reiseverlauf:

 
  11.02.2008

 

Da wir einen Transit über die USA vermeiden wollten, wählten wir das "kleinere Übel" und flogen mit Condor über die Dominikanische Republik nachSan José.
Die ersten Eindrücke aus der Luft machte neugierig auf mehr
!

 

 

 
 

 

  11.02.


Alajuela: Ankunft, Mietwagenübernahme und ein gemütlicher Tag - nur die all gegenwärtigen Gitterstäbe vor sämtlichen Häusern,
Grundstücken und Veranden waren etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür aber sind die Häuser meistens schön bunt (und die Eisengitter auch) und die Stadt hat eine angenehme Größe.
Eine tolle Unterkunft in Alajuela war das Hotel Coconut House von Heike und Rainer, das es seit 2017 leider nicht mehr gibt.

 

 
  12.02. Nach einem Abstecher zum Vulkan Poas fuhren wir weiter in Richtung Vulkan Arenal, wo wir im abgelegenen Dörfchen El Castillo
in den gleichnamigen Cabinas übernachteten.
 
  13.02.  

Am folgenden Tag besichtigten wir den Wasserfall bei La Fortuna sowie die Puentes Colgantes, die Arenal Hängebrücken.
Beides super tolle Ausflüge! :-)

 
  14.02. Wir umrundeten den Arenalsee und fuhren bzw. hoppelten ab dem Städtchen Tilaran weiter auf einer üblen, ca. 40 km langen
Schotterpiste nach Santa Elena / Monteverde - die einsame Berglandschaft jedoch war atemberaubend schön!
Wir spazierten ein wenig durch den Ort und besuchten nachmittags und abends das Ranarium, den Froschzoo.
Ein zweimaliger Besuch ist mit derselben Eintrittskarte möglich und lohnt deshalb, weil einige der Frösche bei Dunkelheit
dramatisch ihre Farbe wechseln und generell nachts aktiver sind. Übernachtung in einem sehr netten Hotel, das es
mittlerweile womöglich leider auch nicht mehr gibt (Las Orquideas) und das eine tolle Aussicht bot.
  15. - 16.02.  

Santa Elena: Wir erkundeten den Bergnebelwald von Santa Elena  - zunächst über Hängebrücken und Pfade, dann wagten wir eine "Canopy Tour" inklusive "Tarzan Swing" sowie am folgenden Tag einen Ausritt in die schöne Berglandschaft mit "Sabine's Smiling Horses".

 

 
 
17.02.

 

Am Ende unserer kleinen Rundfahrt mit dem Mietwagen waren wir wieder in Alajuela.

 

 
  18.- 20.02.
Zu unserem nächsten Ziel, dem Städtchen Quepos an der Pazifikküste, gelangten wir per Bus von San José aus. Dort besuchten wir den Nationalpark Manuel Antonio. Tags darauf ging es per Bus wieder zurück nach San José. Da es bereits später Nachmittag war, unternahmen wir lediglich einen kurzen Spaziergang durch das Viertel unserer Unterkunft (Pangea Hostel, Barrio Amón), die einem Hochsicherheitstrakt glich, sind aber wenig begeistert und zogen es vor, den Abend auf der Dachterrasse mit Restaurant und freiem Internetzugang zu verbringen. Ein kleines Highlight wurde uns gegen 21:40 Uhr aber noch in Form einer totalen Mondfinsternis bei wolkenfreiem Nachthimmel beschert.

 

 
  21. - 27.02.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus an die südliche Karibikküste, wo wir etwas länger blieben, und zwar in einem hübschen Apartment des Apartementos Agapi bei Puerto Viejo. Unter anderem besuchten wir den Nationalpark von Cahuita, radelten durch den Wald in Richtung Panama bis in das kleine Dorf Manzanillo, genossen das afro-karibische Flair von Puerto Viejo de Talamanca und harrten gemeinsam mit den Surfern auf die berühmte "Salsa Brava"-Welle.

 

 
  28.02.2008 Schließlich ging es wieder zurück nach San José bzw. Alajuela, wo unser Urlaub dann auch leider schon zu Ende war ... :-(  

 

 

¡Hasta luego!

 

 

 

 

Poas & Arenal Puentes Colgantes de Arenal Santa Elena & Monteverde Canopy Tour

 

  Manuel Antonio Karibikküste Cahuita  

 

 

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